Limes-Radweg
Radtour entlang des UNESCO-Welterbes

Der deutsche Limes-Radweg führt vorbei an den bedeutendsten römischen Stationen am obergermanisch-rätischen Limes zwischen Rhein und Donau und quert den Odenwald auf einer Länge von etwa 60 Kilometern.

„Auf den Spuren der Römer radeln“, so lautet das Motto aller kulturhistorisch begeisterten Radlerinnen und Radler. Und dabei kann man so einiges erleben. Der obergermanisch-rätische  Limes bildet eines der herausragenden archäologischen Denkmäler Mitteleuropas und wurde in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Zu den rekonstruierten oder konservierten römischen Sehenswürdigkeiten gehören Kastelle und Badeanlagen, aber auch Limestürme mit Teilen der römischen Grenzbefestigung, Wallanlagen, Graben, Mauern und Palisaden. Außerdem erwarten  den geschichtsinteressierten Besucher hervorragende Museen zur römischen Vergangenheit, Schutzbauten über römische Ruinen und archäologische Parks.

 

TOUR-DETAILS

Logo Dt. Limes-Radweg

Distanz: 829,1 km

SCHWIERIGKEITSGRAD: Mittel

STEIGUNG: 8493 m

GEFÄLLE: 8192 m

TOUR: Fernradwege

Start: Bad Hönningen

Fahrzeit: 74:48 Std.

Wegcharakteristik:
überwiegend asphaltiert

Beschilderung:
Der Limes Radweg ist in allen vier Bundesländern durchgängig mit braunen Hinweisschildern gekennzeichnet, die das Logo des Vereins – einen von den Buchstaben „D“ und „L“ umfassten Limesturm – tragen.

Sehenswürdigkeiten & Freizeittipps

  • Rheinbrohl: RömerWelt am Caput Limitis
  • Pohl: Limeskastell
  • Rückingen: Kastellbad
  • Walldürn: Palisade
  • Osterburken: Römermuseum und Limespark
  • Aalen: Limesmuseum
  • Wittelshofen: Limeseum
  • Weissenburg i. Bay.: Kastell Biriciana
  • Eining: Kastell Abusina

Anreise mit der Bahn:
Hier geht es zur Fahrplanauskunft direkt mit passender Haltestelle und kurzem Weg bis zum Toureinstieg.
 

Weitere Details
zur Radtour

Der Deutsche Limes-Radweg führt vorbei an den bedeutenden römischen Stationen am obergermanisch-rätischen Limes zwischen Rhein und Donau und quert die Ferienregion auf einer Länge von 60 km. Die Landschaftsabschnitte verlaufen sehr vielfältig und abwechslungsreich, sodass für jeden Geschmack und jede Konditionslage etwas dabei ist.

Tourverlauf:

Rauf auf den Sattel und hinein ins römische Geschichtsvergnügen!
Wer sich nicht nur für Caesar & Co. interessiert sondern gleichzeitig auch eine sportliche Herausforderung sucht, für den ist der Limes-Radweg genau das Richtige. Auf nahezu 800 Kilometern Radweg kann man sich strampelnd auf die Spuren der Römer begeben, welche entlang des einstigen Befestigungswalls führen.

1. Abschnitt: Bad Hönningen – Holzhausen - 107 Km
Der Deutsche Limes-Radweg beginnt in Bad Hönningen am Rhein. Er führt durch wunderschöne naturnahe Mittelgebirgslandschaften und befindet sich dabei auf den direkten Spuren der Römer. Aus der Rheinebene heraus erfolgt der Aufstieg in den vorderen Westerwald. Über Neuwied, Bendorf und das Kannenbäckerland wird der Kurort Bad Ems an der Lahn erreicht. Steil bergan geht es von Bad Ems aus quer durch den Taunus nach Holzhausen an der Haide.

2. Abschnitt Von Holzhausen nach Echzell - 146 Km
Auf diesem Abschnitt ist eine gute Kondition gefragt, denn hier geht es bergauf und bergab. Zuerst wird die hessische Landesgrenze überschritten und man startet seine Tour durch den Taunus. Dicht am Limes entlang geht es in nordöstlicher Richtung, wo der Radler zur Saalburg kommt. Malerische Städte wie Butzbach oder Ober-Mörlenbach säumenden weiteren Verlauf der Strecke, die zum Verweilen und Rasten einladen. In Echzell angelangt, befindet man sich auch schon in der Wetterau.

3. Abschnitt - Von Echzell nach Miltenberg - 125 Km
Durch die reizvolle Naturlandschaft der Wetterau geht es in südlicher Richtung. Auch hier passiert man idyllische Städtchen wie Florstadt, Limeshain oder Erlensee, wo der Radler auf Zeugnisse der römischen Vergangenheit stößt. Nach Erlensee lohnt sich ein Abstecher nach Hanau. Hier führt der Radweg zwar nicht unmittelbar hindurch, doch die Stadt wartet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf. Und jetzt kann sich der Radler auch von den Steigungen von Taunus und Wetterau erholen. Ab Großkrotzenburg bewegt man sich entlang des Mains, wo bis Miltenberg kaum noch Steigungen zu bewältigen sind. Dennoch sollte man die Städte Seligenstadt, Stockstadt, Aschaffenburg oder Niedernberg nicht mit dem Fahrtwind vorbeiziehen lassen, sondern auch hier ein bisschen Zeit zum Verweilen mitbringen.

4. Abschnitt - Von Miltenberg nach Lorch - 165 Km
Kurz nach Miltenberg verlässt der Radweg den Main und es geht stetig bergan bis Walldürn. Von dort geht es weiter durch den Odenwald entlang des Limes bis nach Osterburken, das mit seinem großen Römermuseum und den Ausgrabungen von Kastell und Kastellbad alle Römerfans begeistern wird. Der Radler verfolgt die Spuren des obergermanischen Limes durch die Hohenloher Ebene, den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, und passiert Städte wie Öhringen, Murrhardt, Welzheim und Lorch. Bei Lorch verläuft übrigens die Grenze zwischen dem obergermanischen und rätischen Limes.

5. Abschnitt - Von Lorch nach Weißenburg - 147 Km
Von Lorch folgt ein etwas flacherer Abschnitt das Remstal hinauf durch die Stauferstadt Schwäbisch Gmünd. Weiter geht es durch das Remstal nach Aalen. Hier befindet sich das größte Römermuseum Süddeutschlands mit wichtigen und umfangreichen Zeugnissen der Römerzeit. Quer über die Schwäbische Ostalb fährt man und passiert die römischen Ausgrabungen in Rainau. Bei Mönchsroth lässt man die baden-württembergische Landesgrenze hinter sich und gelangt über Wilburgstetten, Wittelshofen und Ehingen nach Gunzenhausen. Von hier aus sind es dann noch 30 Kilometer durch das Neue Fränkische Seenland, bis man in die Römerstadt Weißenburg gelangt.

6. Abschnitt - Von Weißenburg nach Regensburg - 128 Km
Der Endspurt nach Regensburg beginnt nochmals mit einigen hügeligen Passagen. Nahe am Limes entlang geht es nach Kipfenberg und durch den Naturpark Altmühltal. Kurz vor Kelheim stößt man auf die Donau. Lohnenswert ist es, in Weltenburg auf das Schiff umzusteigen und donauabwärts bis Kelheim ein Stück auf dem Wasser zurückzulegen, um die beeindruckende Weltenburger Enge auf sich wirken zu lassen. Wieder auf dem Radweg gelangt, geht es an der Donau dann eben weiter bis zum Endpunkt nach Regensburg, wo nicht nur die Zeugnisse der Römer interessant sind, sondern auch die Sehenswürdigkeiten anderer Zeitepochen den Besucher erwarten.